Kategorie-Archiv: Wissenswertes über Schlösser und Schlüssel

Der Schlüssel: Alltäglicher Begleiter und doch unbekannt

Wir benutzen am Tag unzählige Mal einen Schlüssel, um ein Schloss aufzuschließen. Dabei kommen verschiedene Schlüssel zum Einsatz. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was der Schlüssel in Ihrer Haustür eigentlich genau macht? Wir erklären es Ihnen leicht verständlich am Beispiel eines Zylinderschlosses.

Das Schlüssel-Schloss-Prinzip verständlich erklärt

Wenn Sie sich Ihren Schlüssel genauer ansehen, können Sie verschieden tiefe Einkerbungen erkennen. Es sind in den allermeisten Fällen zwischen 5 und 6. Im Inneren des Zylinderschlosses Ihrer Tür sind sogenannte Kernstifte. Diese Stifte sind unterschiedlich lang. Diese Länge bestimmt wiederum die Tiefe der Einkerbung an Ihrem Schlüssel. Wenn Sie den Schlüssel ins Schloss schieben, drücken Sie die auf Federn gelagerten Stifte nach unten. Erst wenn der Schlüssel in seiner ganzen Länge im Schloss steckt, können Sie ihn drehen. So entriegeln Sie die Tür. Was es neben den Zylinderschlüsseln noch für Schlüsselarten gibt, haben wir Ihnen in einem kurzen Überblick zusammengestellt.

Welche Arten von Schlüsseln gibt es?

Eine besondere Art von Schlüssel sind die sogenannten Wendeschlüssel. Hierbei kann man den Schlüssel einmal komplett um die Längsachse drehen und seine Funktion bleibt dabei erhalten. Viele Bohrmuldenschlüssel gehören zu den Wendeschlüsseln. Hier kann man auf beiden Seiten des Schafts in der Ausrichtung und Tiefe gleiche Einbohrungen sehen. Wendeschlüssel bieten besonders Vorteile für Menschen mit Sehbehinderungen. Ein passgenaues Einschieben in das Schloss ist nicht nötig, da es egal ist von welcher Seite aus der Einschub durchgeführt wird.

Bei Zimmertüren wird ein Buntbartschlüssel, der seinen Namen wegen des Metallbartes am Ende bekommen hat. Diese Schlüssel werden standardmäßig verwendet und bieten mit den dazugehörigen Schlössern keinerlei Einbruchsschutz, sondern sichern die Tür lediglich vor einem plötzlichen Aufspringen. Größere Gebäude wie Unternehmen, Krankenhäuser oder Behörden setzen auf einen Generalschlüssel, um keine große Zahl an Schlüsseln an ihre Mitarbeiter herausgeben zu müssen. Sollte ein Mitarbeiter jedoch einen Schlüssel aus Unachtsamkeit verlieren, so muss die komplette Schließanlage ausgetauscht werden, was unter Umständen enorme Kosten verursacht. Mittlerweile wird immer mehr zu personalisierten Chipkarten oder Transpondern übergegangen, die man im Fall eines Verlustes einfach aus den Schließplänen nehmen kann.

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